Häufig gestellte Fragen

Während die Omnibus-Paket hat viele Menschen freigestellt KMU von der CSRD-Meldepflicht ausgenommen sind (insbesondere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten oder weniger als 50 Mio. € Umsatz), freiwillige ESG-Berichterstattung immer noch einen erheblichen strategischen Wert darstellt.

So können KMUs von der ESG-Berichterstattung profitieren auch wenn sie nicht obligatorisch ist:
1. Vertrauen bei Investoren und Finanzinstituten aufbauen.
2. Stärkung der B2B-Partnerschaften.
3. Verbessern Sie die Differenzierung von Marke und Markt.
4. Verfolgen Sie die internen Auswirkungen und steigern Sie die Effizienz.
5. Vorbereitung auf künftige Regelungen.

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Wenn Städte wieder atmen können: Vorantreiben des Klimaschutzes durch Strategien für saubere Luft

Die Luftqualität in Städten ist nach wie vor eine der dringendsten Herausforderungen für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit.

Die Luftqualität in den Städten ist nach wie vor eine der drängendsten Herausforderungen für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit in ganz Europa und darüber hinaus. Auch wenn in den letzten Jahren Fortschritte erzielt wurden, haben viele städtische Gebiete immer noch Schwierigkeiten, die langfristigen Luftqualitätsziele zu erreichen, insbesondere da der Klimawandel, die städtische Dichte und die Mobilitätsanforderungen weiter zunehmen.

In einem kürzlich abgehaltenen SIERA Impact Webinar untersuchten Umwelttechnik-Experten der SIERA Alliance, wie Städte die Luftverschmutzung bekämpfen und gleichzeitig die Klimaziele erreichen können. Die von Andrew Rasmussen, Projektingenieur bei der seecon Ingenieure GmbH - Teil von SIERA - geleitete Sitzung konzentrierte sich auf integrierte, datengesteuerte Strategien, die Mobilität, Stadtplanung und Energiesysteme miteinander verbinden, um messbare Umweltauswirkungen zu erzielen.

Das Webinar machte eines deutlich: Saubere Luft und Klimaschutz sind keine konkurrierenden Ziele. Wenn sie durch koordinierte Planung und technisches Fachwissen gemeinsam angegangen werden, verstärken sie sich gegenseitig und schaffen gesündere, widerstandsfähigere Städte.

Warum saubere Luft zu einer strategischen Klimapriorität geworden ist

Die Luftverschmutzung wird nicht mehr nur als lokales Umweltproblem betrachtet. Stickstoffdioxid (NO₂) und Feinstaub (PM₂.₅ und PM₁₀) sind eng mit klimarelevanten Sektoren wie Verkehr, Heizung und Landnutzung verbunden. Da Städte auf Kohlenstoffneutralität hinarbeiten, hat sich die Luftqualität als entscheidender Leistungsindikator für erfolgreiche Klimaschutzmaßnahmen erwiesen.

In ganz Europa halten viele Städte die aktuellen EU-Luftqualitätsgrenzwerte ein. Die kommenden EU-Ziele für 2030 und die Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation legen jedoch deutlich strengere Grenzwerte fest. Dadurch entsteht eine wachsende Kluft zwischen der Einhaltung von Vorschriften und langfristigen Gesundheitszielen.

Wie Andrew Rasmussen während des Webinars betonte, erfordert das Erreichen von sauberer Luft in großem Maßstab mehr als isolierte Maßnahmen. Stattdessen müssen die Städte integrierte Strategien verfolgen, die die Emissionen an der Quelle bekämpfen und gleichzeitig die städtischen Systeme als Ganzes umgestalten.

Die Grenzen von Lösungen für einen einzigen Sektor

In der Vergangenheit haben sich Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Städten oft auf einzelne Sektoren konzentriert, wie z. B. Verkehrsbeschränkungen oder die Elektrifizierung von Fahrzeugen, und wurden isoliert umgesetzt. Diese Maßnahmen können zwar kurzfristige Verbesserungen bewirken, ihre Wirkung ist jedoch begrenzt, wenn andere Emissionsquellen unberücksichtigt bleiben.

Zu den wichtigsten Herausforderungen, die während des Webinars hervorgehoben wurden, gehören:

  • Anhaltende verkehrsbedingte NO₂-Hotspots entlang wichtiger städtischer Korridore
  • Zunehmende Bedeutung der Nicht-Abgaspartikelemissionen, wie z.B. Bremsen- und Reifenverschleiß
  • Saisonale PM-Spitzenwerte im Winter durch Heizsysteme angetrieben
  • Auswirkungen von Straßenschluchten in Städten die Schadstoffe auf Straßenniveau abfangen

Die Elektrifizierung verringert beispielsweise die Abgasemissionen erheblich, beseitigt aber nicht die durch Straßenabrieb oder Bremsen verursachten Partikel. Ebenso können Verbesserungen des Verkehrsflusses allein die dichte städtische Bebauung, die die Luftzirkulation behindert, nicht ausgleichen.

Diese Herausforderungen unterstreichen die Notwendigkeit einer koordinierten Planung in den Bereichen Mobilität, Gebäudeenergie und Stadtgestaltung.

Integrierte Stadtplanung als Grundlage für saubere Luft

Eine der zentralen Botschaften des Webinars war die Bedeutung von integrierte Stadtplanung. Ziele der Luftreinhaltung müssen von Anfang an in Mobilitätskonzepte, Wärmeplanung und Flächennutzungsstrategien eingebettet werden - und nicht erst nachträglich.

Andrew Rasmussen erläuterte mehrere Grundsätze, die wirksame integrierte Ansätze ausmachen:

  1. Mobilität, Heizung und Raumplanung aufeinander abstimmen
    Durch eine koordinierte Planung werden widersprüchliche Maßnahmen reduziert und die Gesamtwirkung maximiert.
  2. Reduzierung der zurückgelegten Fahrzeugkilometer, nicht nur der Emissionen pro Fahrzeug
    Die Reduzierung des Verkehrs ist nach wie vor eine der schnellsten Möglichkeiten, die NO₂-Konzentrationen zu senken.
  3. Straßen für Menschen gestalten, nicht nur für Autos
    Offene Straßenführungen, grüne Korridore und weniger Stop-and-Go-Verkehr verbessern die Ausbreitung und verringern die Belastung.
  4. Daten als Grundlage für die Entscheidungsfindung
    Die Überwachung der Luftqualität und die Erstellung von Modellen helfen den Städten, Maßnahmen dort zu ergreifen, wo sie den größten Nutzen bringen.


Durch die Kombination dieser Elemente können Städte von einem reaktiven Luftqualitätsmanagement zu einem proaktiven, klimagerechten städtischen Wandel übergehen.

Wichtige technische Hebel für sauberere Luft in den Städten

Das Webinar hob mehrere technische Hebel hervor, die durchweg positive Ergebnisse liefern, wenn sie als Teil einer integrierten Strategie angewendet werden:

  1. Städtische grüne Infrastruktur

Bäume, grüne Korridore und begrünte Flächen tragen zur Verringerung von Feinstaub bei und mindern gleichzeitig die Hitzebelastung. In dichten städtischen Gebieten unterstützt die grüne Infrastruktur sowohl die Luftqualität als auch die Klimaanpassung.

  1. Verkehrsreduzierung und Verkehrsverlagerung

Verkehrsarme Stadtteile, verbesserte öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität verringern die Gesamtemissionen und verbessern die Lebensqualität. Diese Maßnahmen sind besonders wirksam bei der Verringerung der NO₂-Konzentrationen in einem kurzen Zeitrahmen.

  1. Intelligente Straßengestaltung

Eine Stadtgestaltung, die das Bremsen minimiert, den Verkehrsfluss verbessert und die Staubaufwirbelung reduziert, kann die Feinstaubbelastung erheblich senken - insbesondere dort, wo die nicht-abgasbedingten Emissionen dominieren.

  1. Elektrifizierung als Teil eines umfassenderen Systems

Die Elektrifizierung spielt eine wesentliche Rolle bei der Beseitigung von Abgasemissionen, sie muss jedoch mit einer Verkehrsreduzierung und Raumplanung kombiniert werden, um die verbleibenden Verschmutzungsquellen zu beseitigen.

Zusammengenommen zeigen diese Hebel, dass Strategien zur Luftreinhaltung am wirksamsten sind, wenn sie als Teil eines umfassenderen umwelttechnischen Systems betrachtet werden.

Der regulatorische Druck nimmt zu - aber auch die Chancen

Die Verschärfung der EU-Luftqualitätsstandards und die Angleichung an die WHO-Richtlinien werden die Städte in den kommenden Jahren zusätzlich unter Druck setzen. Auf dem Webinar wurde jedoch auch betont, dass diese regulatorischen Entwicklungen auch Chancen bieten.

Städte, die frühzeitig in integrierte Strategien zur Luftreinhaltung investieren, profitieren davon:

  • Verbesserte Ergebnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit
  • Größere Klimaresilienz
  • Verbesserte städtische Lebensqualität
  • Stärkere Ausrichtung auf ESG- und Nachhaltigkeitsrahmen


Initiativen für saubere Luft dienen zunehmend als sichtbarer Beweis für eine erfolgreiche Klimapolitik und nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Rolle der SIERA-Allianz

Die Bewältigung komplexer städtischer Herausforderungen erfordert Fachwissen aus mehreren Disziplinen. Hier spielt die SIERA-Allianz eine entscheidende Rolle.

SIERA vereint 14 Umwelttechnik- und Beratungsunternehmen zu einem integrierten Ökosystem, das die Bereiche urbane Nachhaltigkeit, Klimastrategie, Infrastruktur, Wasser, digitale Werkzeuge und Umweltschutz abdeckt. Durch die Kombination von technischer Tiefe und strategischer Perspektive ermöglicht SIERA Städten und Organisationen, ehrgeizige Umweltziele in umsetzbare Lösungen zu verwandeln.

Innerhalb der Allianz bringt die seecon Ingenieure GmbH - ein Mitglied der SIERA Alliance - umfangreiche Expertise in der Umwelt- und Stadtplanung ein und unterstützt Kommunen mit datengestützten Strategien für saubere Luft, Mobilität und Klimaschutz.

Über die SIERA Impact Webinar-Reihe

Die SIERA Impact Webinar Series bietet eine Plattform, auf der Experten aus der gesamten SIERA Alliance praktische Einblicke in umwelttechnische Herausforderungen geben - von sauberer Luft und Klimaresilienz bis hin zur Transformation der Infrastruktur und ESG-Compliance.

Jedes Webinar soll die Kluft zwischen Regulierung, Strategie und praktischer Umsetzung überbrücken. Die Reihe konzentriert sich nicht nur auf die Theorie, sondern beleuchtet ingenieurbasierte Ansätze, die messbare Auswirkungen auf komplexe Stadt- und Umweltsysteme haben.

Beteiligen Sie sich an der Konversation: SIERA Impact Webinars & seecon

Wie kann Ihre Stadt oder Organisation ihre Ambitionen für saubere Luft in wirksame Klimaschutzmaßnahmen umsetzen? Wie kann eine integrierte Planung eine gesündere und widerstandsfähigere städtische Umwelt schaffen?


Saubere Luft ist nicht nur ein Umweltziel. Sie ist ein Eckpfeiler klimaresistenter, zukunftsfähiger Städte - und sie beginnt mit integriertem Denken.

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